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19.08.2026
Kernenergie gehört wieder auf die Agenda
Wir sind zu abhängig von fossilen Energieträgern und Stromimporten
Man hört und liest nicht viel darüber, aber in sehr vielen Länden wird der Ausbau von Atomkraftwerken forciert. Wenn wir die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und Stromimporten verringern sowie einen dramatischen Wohlstandsverlust verhindern wollen, führt kein Weg daran vorbei, es diesen Ländern gleichzutun.
Inzwischen gibt es eine neue Generation kleinerer und technisch geänderter Atomkraftwerke, die nicht einmal theoretisch zu einem grossen Unfall führen können. Vielen ist nicht bewusst, dass praktisch alle Wege der Stromerzeugung Opfer fordern: In der Geschichte gab es zahlreiche Unglücke durch den Bruch von Staudämmen oder in Kohlebergwerken. Windkraftwerke töten Unmengen an Vögeln und Fledermäusen.
Bei der Solarenergie liegen die Risiken am Beginn der Lieferkette. Sie hat zudem den Nachteil, dass sie von den Launen der Natur abhängt. Scheint die Sonne stark und brauchen wir wenig Strom, droht eine Überlastung, so wie in Spanien, als die Versorgung zusammenbrach und erst nach Tagen wieder hochgefahren werden konnte. Für Tage mit wenig Sonne und viel Verbrauch braucht es teure Reserve-Kraftwerke.
Ideologie statt Versorgungssicherheit
Die Weltbevölkerung nimmt rapide zu, der durchschnittliche Wohlstand ebenso. Gleichzeitig nimmt der Stromverbrauch durch die All-Electric-Strategie und neue Kommunikationstechnologien zu. Wir werden als Land stark zurückfallen, wenn wir der Atomenergie im Versorgungsmix keinen Platz geben.
Gegner der Kernenergie erinnern ständig an Tschernobyl und Fukushima. Dabei gab es in Fukushima keinen einzigen Toten durch einen Nuklearunfall. Die Todesopfer waren durch einen Tsunami zu beklagen. Die Katastrophe von Tschernobyl forderte zwar 4000 Todesopfer, hat aber mit der kriminellen Fahrlässigkeit sowjetischer Funktionäre zu tun.
Es gäbe schon noch eine Alternative zum (starken) Ausbau der Kernenergie. In verschiedenen europäischen Ländern gibt es Erdgasschätze unter dem Boden. Aber gegen «Fracking» wie in den USA wehren sich die gleichen Kreise, die auch keine Atomkraftwerke wollen.
Maurus Ebneter
Präsident Wirteverband Basel-Stadt
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- Mit Kernkraft wäre Energiewende sicherer und günstiger
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Dossier: Energie
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