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18.06.2026

Ohne Rheintunnel keine wirksame Verkehrsentlastung!

Überdachung der Osttangente als Mehrwert für die Bevölkerung

Die Verkehrsüberlastung auf den Strassen der Region Basel hat ein Ausmass erreicht, das für Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt zunehmend untragbar ist. Eine breite Allianz fordert deshalb die Regierungen beider Basel in einem offenen Brief auf, sich in Bundesbern aktiv und mit Nachdruck für die Realisierung des Rheintunnels einzusetzen. Und schlägt flankierende Massnahmen für einen zusätzlichen Mehrwert für die Bevölkerung vor.

Die Strassen in der Region Basel sind stark überlastet. Tägliche Staus auf der Osttangente, Ausweichverkehr durch Wohnquartiere sowie der Schwer- und Transitverkehr beeinträchtigen die Lebensqualität von zehntausenden Menschen in Basel und der Agglomeration.

Die Überlastung hat ein Ausmass erreicht, das für Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt zunehmend untragbar ist. Das zeigt sich auch in der Petition «Schluss mit Stau! Wir brauchen endlich Entlastung», die mehr als 2100 Menschen aus der Region unterschrieben haben.

Breite Allianz fordert Rheintunnel – jetzt!

Nun hat sich eine breite Allianz zusammengeschlossen. In einem offenen Brief fordert sie die Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft auf, sich beim Bund mit Nachdruck für den Rheintunnel einzusetzen. Konkret geht es um die morgen startende Vernehmlassung zur «Botschaft 2027/Verkehr ’45».

Die Unterzeichnenden – zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Gewerbe, Quartierorganisationen, Verbänden sowie aus bürgerlichen Parteien – kritisieren: Wegen des Dauerstaus auf der Autobahn ist der Wirtschaftsstandort Basel immer schlechter erreichbar. Die Osttangente stösst seit Jahren an ihre Belastungsgrenzen. Der Verkehr weicht in die Quartiere aus und belastet die Anwohnerinnen und Anwohner. Die Lage wird sich weiter verschärfen, weil die Osttangente in den nächsten Jahren umfassend saniert werden muss.

Rheintunnel ist zentrales Entlastungsprojekt

Der Rheintunnel schafft dringend nötige Kapazitäten. Ohne ihn droht der Region insbesondere während der Bau- und Sanierungsarbeiten der Osttangente ein Verkehrskollaps. Das hätte gravierende Folgen für die Bevölkerung, das Gewerbe, die Rettungsdienste und den öffentlichen Verkehr.

Der Rheintunnel entlastet die heutige Verkehrsinfrastruktur grundlegend und sorgt langfristig für einen besseren Verkehrsfluss. Das zeigen Untersuchungen des ASTRA und die ETH-Studie «Verkehr ’45» von Professor Weidmann.

Der Tunnel trennt Transit-, Schwer- und Regionalverkehr besser. So wird die Osttangente entlastet und der Verkehr effizienter geführt. Das reduziert Stau und Ausweichverkehr und schafft Spielraum für Verbesserungen für die Bevölkerung und die Stadtentwicklung.

Flankierende Massnahmen für Bevölkerung

Die Allianz ist überzeugt: Der Rheintunnel ist das zentrale Entlastungsprojekt für die gesamte Region. Die Unterzeichnenden des offenen Briefs unterstützen die Anliegen der Bevölkerung und sprechen sich dafür aus, dass frühzeitig flankierende Massnahmen geplant werden.

Der Lärmschutz muss konsequent umgesetzt werden – besonders mit einer grosszügigen Überdachung der Osttangente. So entstehen neue Möglichkeiten für Begrünung, zusätzliche Veloquerungen und weitere Nutzungen. Planung und Bau des Rheintunnels sollen Bevölkerung und Wirtschaft möglichst wenig belasten. Gleichzeitig fordert die Allianz, dass die Leistungsfähigkeit der Osttangente nach Eröffnung des Rheintunnels vollumfänglich erhalten und nicht durch einen Spurabbau geschwächt wird.

Leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist zentraler Standortfaktor

Eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist ein zentraler Standortfaktor für die Region Basel. Sie sichert wirtschaftliche Stabilität, Versorgung und Lebensqualität. Die exportorientierte Wirtschaft, das Gewerbe, die Logistikbranche sowie zahlreiche Pendlerinnen und Pendler sind auf funktionierende Verkehrsachsen angewiesen. Staus beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit der Region direkt.

Die Allianz fordert die Regierungen beider Basel auf, sich gegenüber Bundesrat und Parlament dezidiert für einen Realisierungskredit im Ausbauschritt 2031 einzusetzen, die bikantonale Zusammenarbeit und die Kooperation mit den Nachbarregionen zu intensivieren, flankierende Massnahmen für die Osttangente zu planen sowie eine langfristige Gesamtverkehrslösung voranzutreiben, die Strasse, öV und Güterverkehr gemeinsam berücksichtigt.


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